|
ROMKERHALL/ALTENAU. Touristisch ist das wildromantische Okertal nach der Wende etwas in den Schatten von Bode- und Selketal geraten. Mit der Freistellung der markantesten Klippen rückt das Forstamt Clausthal die Schönheit der lange versteckt durch Fichten in Dornröschenschlaf liegenden Attraktion wieder stärker ins Bewusstsein der Besucher. Dabei handelt es sich genau genommen um Ersatzmaßnahmen für die Erweiterungen des Bad Harzburger Gabbro Steinbruchs und des Diabas-Steinbruchs am Huneberg, erklärt Waldökologe Dr. Michael Lückel. Die Freistellung der Marienwand erfolgte als Ersatzmaßnahme für den Race Park Schulenberg, wo Mountainbiker ihr Terrain finden. Die Adlerklippe habe der Deutsche Alpenverein freigestellt, dessen Bergsteiger allgemein an schwierigen Stellen die Arbeit der Forst übernehmen.
Altes Landschaftbild
Die Ergebnisse können sich sehen lassen. „Im Moment werden die Maßnahmen nicht fortgeführt, da in der Finanzkrise der Holzabsatz stockt“, sagt der betreuende Mitarbeiter des Forstamts Clausthal. Das ganze Okertal, das Nationalparkgebiet am Bruchberg ausgenommen, stehe aber auf dem Programm; auch der obere Abschnitt, wo am Hüttenkopf nahe Altenau die Freistellung von Geröllhalden vorgesehen ist. Im unteren Okertal, bei Romkerhall, fallen beiderseits der Bundesstraße die Resultate bereits ins Auge. „Alle Klippen werden nicht freigelegt, das sind viel zu viele“, meint Dr. Lücke. Die Entwicklung des Okertals habe direkt mit der Regionalentwicklung zu tun, diene dem alten Landschaftsbild, dem Naturschutz – und den Kletterern. Peter Stecher, seit 23 Jahren Kästewirt, sieht die Aktion positiv. „Von unseren Gästen hören wir das auch.“ Die äußerten: „Mensch, ist das schön geworden, und so schön hell.“ Vorher sei es verwunschen und teilweise unheimlich gewesen. „Wir haben doch ein wenig das Nachsehen hier, gegenüber dem Bodetal“, meint Peter Stecher und hofft auf die Wirkung der Freistellungen.
Quelle: Goslarsche Zeitung - www.goslarsche.de |
|
|
NDR zu Besuch im Kästehaus: Im vorweihnachtlichen Dezember 2007 war der NDR zu Besuch im Kästehaus und filmte hierbei Wirt Peter Stecher beim Kochen. Die urigen Felsformationen, welche rings herum um die Käste "verteilt" im Wald liegen, wurden von Wanderführer Horst Woick kommentiert. Aus den Aufnahmen entstand ein 4 1/2 minütiger Beitrag, der mehrmals im NDR ausgestrahlt wurde.
|
|